HvO ab Januar 2018 im gesamten Rebland aktiv

01.01.18 Verstärkung der HvO-Gruppe durch in Steinbach wohnende Helfer

Seit Januar betreut die HvO-Gruppe des DRK-Ortsvereins Rebland auch die Stadtteile Steinbach und Varnhalt mit.
Ermöglicht wird dies durch drei zusätzliche Helfer die in Steinbach wohnen und somit unmittelbar zum Einsatz kommen können.

Zunächst werden wir in einem Probezeitraum von 3-6 Monaten ausloten, ob und wie lange der zeitliche Vorteil gegenüber dem Rettungsdienst gegeben ist und wir mit welcher Einsatzfrequenz konfrontiert werden. 

Bei positiven Gegebenheiten werden wir das Team mit Kollegen der Feuerwehr erweitern und zu einem festen Bestandteil für das gesamte Rebland machen.

Helfer vor Ort

Seit Mai 2003 ist die Rebländer „Helfer vor Ort“ Gruppe im Einsatz.

Sechs Helfer der Bereitschaft Rebland stehen in der Regel tagsüber für Notfalleinsätze im Bereich Neuweier und nähere Umgebung zur Verfügung. Die Alarmierung erfolgt über digitale Meldeempfänger der Integrierten Leitstelle Mittelbaden.

Warum Helfer vor Ort ?

Heute ist das „System Rettungsdienst“ fast überall in Deutschland hervorragend ausgebaut.Rettungs- und Notarztwagen mit guter technischer Ausrüstung, sowie kompetentes Personal gewährleisten die Notfallversorgung der Bevölkerung auf hohem Niveau. Die Rettungsassistenten und Notärzte machen bei ihren Einsätzen aber immer wieder die Erfahrung, dass die Zeitspanne vom Notfallgeschehen bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes oftmals ungenutzt zum Nachteil der Patienten verstreicht.

Angehörige von Notfallpatienten, Passanten oder sonstige Personen können nicht, oder trauen sich nicht, mit einer entsprechenden Situation umzugehen. Dies führte zur Erkenntnis, dass eine deutliche Verkürzung des therapiefreien Intervalls nur möglich ist, wenn gut ausgebildete Ersthelfer, die direkt vor Ort sind, mit den Sofortmaßnahmen beginnen und diese bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes weiterführen.

Entscheidende Augenblicke werden so gerade bei lebensbedrohlichen Situationen gewonnen.

Situation im Rebland

Die Alarmierung der Helfer erfolgt, wenn der Disponent der Integrierten Leitstelle zu einem Einsatz ein Rettungsmittel mit Sonder- und Wegerechten entsendet.

Eine Alarmierung erfolgt in der Regel tagsüber von 7:00 Uhr bis ca. 22:00 Uhr weil Nachts aufgrund der relativ kurzen Anfahrtswege des Rettungsdienstes, kaum ein Zeitvorteil für die Nachbarschaftshelfergruppe besteht.

Steht dem Disponenten aber Nachts ein Rettungsmittel nicht unmittelbar zur Verfügung, so erfolgt selbstverständlich auch zur Nachtzeit ein Einsatz.

Das Rebland liegt im Versorgungsbereich der Rettungswache in Bühl. Die Rettungsmittel haben einen Anfahrtsweg von ca. 7 km. Bei zeitgleicher Alarmierung beträgt die durchschnittliche Eintreffzeit der Helfer vor Ort im genannten Zeitraum durchschnittlich 3,5 Min, die der Rettungsmitteln ca. 8 -10 Min, so dass immer ein Zeitvorteil von ca. 5 Min. vorhanden ist.